LED-Lampen Tipps

LED-Lampen Tipps

 

Stand: 10/2014; Update 11/2015

Energiesparlampe oder LED-Leuchtmittel?

Der Trend geht eindeutig Richtung LED-Leuchtmittel. Die Energiesparlampe (ESL) war lange Zeit eine sinnvolle, aber jetzt nicht mehr zeitgemäße Alternative zu den traditionellen Glühlampen. Das langsame "Hellerwerden" sowie die Umweltfrage wegen des Quecksilbers sind die Hauptnachteile der ESL.

 

Der momentan noch etwas höhere Preis der LED-Leuchtmittel mag manchen noch abschrecken. Wenn du jedoch bedenkst, dass eine traditionelle Glühlampe nur rund 1.000h, eine ESL ca. 6.000h, dagegen eine LED Lampe aber bis zu 50.000h "brennt", dann kannst du dir den finanziellen Vorteil schnell ausrechnen.

 

Wenn du beim Kauf auf ein paar Eckdaten des LED-Leuchtmittels achtest, dann wirst du den Wechsel von der Glühlampe nicht bereuen. Falls dir Lumen, Kelvin und Ra nicht viel sagen, dann lohnt es sich, weiterzulesen.

 


 

Lumen oder Watt?

Früher mit der traditionellen Glühlampe hatte man ein Gefühl dafür, wieviel "Watt" man für seine Beleuchtungszwecke benötigt. Sprich, wie hell wurde es z.B. mit einer 60W-Glühlampe. Eine LED-Lampe benötigt viel weniger Energie, um die gleiche Helligkeit zu erzeugen. Wie hell ist denn nun z.B. eine 4W LED-Lampe?

 

Einerseits geben die Hersteller auf ihren Verpackungen zur Orientierung meistens den Vergleichswert zur guten alten Glühlampe mit an. Andererseits wird in der Regel auch die Angabe Lumen (lm) als Vergleichswert mit angegeben (siehe unten die Abbildung eines aktuellen Produktes). Was bedeutet aber Lumen?

 

Lumen ist die Einheit des sogenannten Lichtstroms. Wie hell ein Leuchtmittel ist - egal ob Glühlampe, ESL, LED-Lampe - wird durch den Lichtstrom charakterisiert und gemessen. Ähnliche Lumenwerte bei Glühlampe, ESL und LED-Lampe bedeuten ähnliche Helligkeit. Und je mehr Lumen, umso heller ist die Lampe (*). Reicht es dann nicht, dass ich mir die neuen "Wattzahlen" der LED-Lampen merke und ich dann ungefähr weiß, was das der alten Glühlampe entspricht?

 

Nein, das empfehlen wir nicht. Denn die technologische Entwicklung geht stetig weiter. Es werden immer energieeffizientere LED-Lampen entwickelt. D.h., gleiche Helligkeit bei immer weniger Watt. Somit ist es besser, sich mit den Lumen (lm) Angaben vertraut zu machen. Oder eben, und davon gehen wir noch etwas länger aus, den vom Hersteller  angegeben "Watt-Vergleichswert" zur alten Glühlampe zu berücksichtigen.

 

(*) Ein kleiner Hinweis allerdings:

Vorallem wenn du NoName-Produkte irgendwo günstig erwirbst, lohnt sich u.a. zusätzlich der Blick auf die Angabe des Ra-Wertes (Farbtreue). Hierzu mehr weiter unten beim Abschnitt "Viel Lumen auf der Verpackung? Nur wenn Ra und Kelvin stimmen".

 

Hier Werte, um die Helligkeit der drei Leuchtmittelarten vergleichen zu können. Wenn als Beispiel ein bekanntes schwedisches Möbelhaus für eine ihrer LED-Lampen 400lm angibt, dann liegt das knapp unterhalb der Helligkeit einer 40W-Glühlampe.

traditionelle Glühlampe Energiesparlampe

LED-Leuchtmittel

15W 125lm 136lm
25W 229lm 249lm
40W 432lm 470lm
60W 741lm 806lm
75W 970lm 1055lm
100W 1398lm 1521lm
150W 2253lm 2425lm

 

So sehen die Vergleichsangaben konkret bei einem Produkt von Osram auf der Verpackung aus:

osram_led

Quelle: www.osram.de

 


 

Warmes oder kaltes Licht?

Eine traditionelle Glühlampe hat die Lichtfarbe 2.700 Kelvin. Wenn du also ein vergleichbares Licht mit einer LED- bzw. Energiesparlampe erzeugen willst, dann achte beim Kauf auf diese Angabe auf der Verpackung. Häufig wird auch statt der 2.700K der gängige Begriff „warmweiß“ bzw. "warm white" angegeben. Diese Lichtfarbe garantiert ein angenehmes, ausgewogenes Licht im Wohnbereich.

 

Für Arbeitsbereiche, z.B. Küchen, oder helle Ausleuchtung kannst du auch LED- bzw. Energiesparlampen mit der Bezeichnung „Coolwhite“ oder „Daylight“ verwenden. Dies entspricht einer Lichtfarbe von ca. 4.000 – 6.000K und ist in etwa vergleichbar mit dem Sonnenlicht.

 


 

Viel "Lumen" auf der Verpackung? Nur wenn Ra und Kelvin stimmen.

In dem aus unserer Sicht sehr informativen Blog www.fastvoice.net rund um die LED-Leuchtmittel wird dieser Zusammenhang noch detaillierter im Artikel "Die Lumen-Falle" beschrieben.

 

Kurz zusammengefasst: Neben der richtigen Farbtemperatur (warmes oder kaltes Licht) ist für das Lichtempfingen auch die Farbtreue, der sogenannte "allgemeine Farbwiedergabeindex Ra" (manchmal auch CRI statt Ra) von Bedeutung. Der Wert gibt an, wie naturgetreu die Farbwiedergabe von angestrahlten Objekten ist. Falls du dich also wunderst, dass nach einem Wechsel von einer Glüh- zu einer LED-Lampe deine Mitbewohner etwas komisch im Gesicht aussehen, dann schau dir den Wert Ra bzw. CRI an. Der theoretisch optimale Wert liegt bei 100. Gute LED-Lampen liegen bei mindestens Ra >= 80. Mittlerweile sind Werte bis 90 fast Standard und es gibt bereits Spitzenmodelle mit Ra deutlich über 90 (Stand 11/2015). Namhafte Hersteller geben ihren seriösen(!) Wert entweder auf der Verpackung oder zumindest bei den technischen Daten mit an.

 

Warum "Lumen-Falle"

Die Entwicklung und Produktion von LED-Lampen, die eine neutrale Farbwiedergabe bei hoher Lichtleistung erzielen (Ra >= 80), ist teuer. Einige Billighersteller nutzen den Effekt, dass das menschliche Auge für gelb/grünes-Licht am empfindlichsten ist. Für deren Produktion hat das zur Folge, dass sie gleiche Helligkeit mit weniger Leistung,  jedoch mit einer schlechteren Farbwiedergabe erreichen. Damit der Ra-Wert dann für den Käufer stimmt, wird er einfach bewusst falsch angegeben.

 


 

Sind LED-Leuchtmittel dimmbar?

Es kommen immer mehr dimmbare LED-Lampen als Ersatz für Glühlampen auf den Markt. Ob dimmbar oder nicht, ist bei den Produktdaten mit angegeben. Anderenfalls ist eine LED-Lampe nicht dimmbar.